Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen

Schau dir die häufig gestellten Fragen an. Falls dich die Antworten nicht weiterbringen, kannst du dich an unser Team wenden. Wir unterstützen dich gerne!

Häufig gestellte Fragen

Berufliche Grundbildung

Die Berufe der Mikrotechnik:

  • Mikrozeichner/in EFZ
  • Mikromechaniker/in EFZ
  • Qualitätsfachfrau/-mann in Mikrotechnik EFZ

Die Berufe der Uhrenindustrie:

  • Uhrenarbeiter/in EBA
  • Uhrmacher/in Produktion EFZ
  • Uhrmacher/in EFZ

Die Berufe der Endbearbeitung:

  • Polisseuse / Polisseur EBA
  • Oberflächenveredler/in Uhren und Schmuck EFZ
  • Zifferblattmacher/in (private Ausbildung)
  • Emailleur/in, Bereich Uhren/Schmuck (private Ausbildung)

Dauer

Die Dauer der Ausbildungen variiert je nach Fachbereich und Abschluss.

Die Ausbildungen in der Mikrotechnik werden mit einem EFZ (eidg. Fähigkeitszeugnis) abgeschlossen und erfordern eine 4-jährige Lehre.

Die Ausbildungen in der Uhrenbranche können nach einer 2-jährigen Lehre mit einem EBA (eidg. Berufsattest) oder nach einer 3- bis 4-jährigen Lehre (je nach Ausbildung) mit einem EFZ abgeschlossen werden.

Die Ausbildungen im Bereich der Endbearbeitung werden ebenfalls nach einer 2-jährigen Lehre mit einem EBA, nach einer 3-jährigen Lehre mit einem EFZ oder im Rahmen einer privaten Ausbildung mit einem von der Berufskommission anerkannten Titel abgeschlossen.

Berufsmatura

Nach dem Erwerb eines EFZ kannst du eine Berufsmatura ins Auge fassen. Dabei gibt es verschiedene Arten:

  1. Technische Berufsmatura: Sie eignet sich besonders für Inhaber/innen eines EFZ in technischen Bereichen, wie beispielsweise in den Berufen der Uhrenbranche.
  2. Berufsbegleitende Berufsmatura: Diese Ausbildung kannst du absolvieren, während du weiterhin in Teilzeit arbeitest.

Die Berufsmatura eröffnet dir den Zugang zu Fachhochschulen (FH), an denen du deine Kenntnisse in technischen Bereichen, Ingenieurwesen, Industriedesign usw. vertiefen kannst. Zudem bietet sie dir die Möglichkeit, über weitere Übergänge (Passerelle) an einer Universität oder Eidgenössischen Technischen Hochschule zu studieren.

Kurz und gut: Nach einem EFZ in der Mikromechanik, der Uhrenbranche oder im Bereich der Endbearbeitung stehen dir alle Türen offen, um eine Berufsmatura anzuschliessen und deine akademischen und beruflichen Perspektiven auszubauen.

Schnupperlehre / Lehrbetriebe

Es gibt keine vollständige Liste der in der Schweiz verfügbaren Schnupperlehrplätze.

Nutze deshalb auch dein persönliches Netzwerk und wende dich an Unternehmen in deiner Nähe, an kantonale Berufsberatungen oder auch Berufsverbände in deinem Kanton.

Jetzt bist du dran: Nimm Kontakt zu den Unternehmen auf, die dich interessieren, und zeige, weshalb du dich für ihr Arbeitsgebiet und ihr Know-how interessierst. Wer weiss: Vielleicht wartet genau dort dein zukünftiger Beruf auf dich!

Hier ein paar nützliche Links:

  • Kantonale Berufs-, Studien- und Laufbahnberatungsstellen
  • Groupement interprofessionel (GIP) JU/BE
  • Association neuchâteloise pour la valorisation du savoir-faire mécanique (COMEC)
  • Lehrstellen in den Uhrmacherberufen

Entwicklungsmöglichkeiten

Du hast die Chance, dich innerhalb deines Unternehmens weiterzuentwickeln, deine Ausbildung an einer Höheren Fachschule (HF) fortzusetzen oder eine Berufsmatura zu absolvieren, um an einer Fachhochschule (FH) studieren zu können.

Schau dir unsere Erfolgsgeschichten an.

Berufliche Perspektiven

Du kannst in international renommierten Manufakturen oder der Luxusbranche arbeiten, dich spezialisieren oder dein Studium fortsetzen: Deine beruflichen Perspektiven sind vielfältig.

Wer steht hinter Berufe-Uhrentechnik.ch?

Berufe-Uhrentechnik.ch wird vom Arbeitgeberverband der Schweizer Uhrenindustrie (CP) betrieben. Diese Plattform dient als umfassende Informationsquelle für alle, die sich für Berufe und Ausbildungen in der Uhrenbranche und Mikrotechnik interessieren.

Ihr Ziel ist es, die Berufsbildung in diesem Sektor zu fördern und zu unterstützen, indem detaillierte Informationen zu Ausbildungsprogrammen, Schulen und Lehrbetrieben sowie Erfahrungsberichte von aktuellen oder ehemaligen Lernenden bereitgestellt werden.

Berufe-Uhrentechnik.ch ist ein Bestandteil der umfassenden Bemühungen des Arbeitgeberverbands, die Berufsbildung in der gesamten Schweiz zu harmonisieren und aufzuwerten, um qualifizierte Fachkräfte für diese Spezialgebiete zu gewinnen und auszubilden.

Den eigenen Weg wählen

Wie kann man sicher sein, sich für den richtigen Beruf zu entscheiden?

Schnupperlehre

Eine Schnupperlehre in einem Unternehmen ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, den beruflichen Alltag und das Leben in einem Unternehmen kennenzulernen und zu prüfen, ob die eigenen Vorstellungen mit den tatsächlichen Gegebenheiten und den persönlichen Fähigkeiten übereinstimmen. Es ist eine gute Idee, in verschiedenen Unternehmen zu schnuppern.

Wo sind Schnupperlehrplätze zu finden?

Besuche Websites, die Schnupperlehren anbieten

Wende dich an Unternehmen in der Nähe deines Wohnorts

Nutze dein persönliches Netzwerk (Eltern, Verwandte, Freund/innen usw.)

Zusätzliche Tipps

  • Lass dich nicht von Klischees beeindrucken: Alle Berufe stehen sowohl Frauen als auch Männern offen.
  • Nimm an den Tagen der offenen Tür der Berufsfachschulen teil.
  • Besuche Berufsmessen, wenn nötig auch mehrmals.
  • Stelle Lernenden, die du bereits kennst oder neu kennenlernst, Fragen.

 

Gymnasium oder Berufslehre?

Lehre (2 bis 4 Jahre)

Was dir die Lehre bietet:

  • Eine theoretische und praktische Ausbildung
  • Einen Einstieg in die Arbeitswelt
  • Berufliche Erfahrung

Und nach dem EFZ?

  • Weitere Laufbahn im Unternehmen
  • Studium an einer Höheren Fachschule (HF)
  • Eine Berufsmatura, die den Zugang zu einer Universität oder Fachhochschule ermöglicht

Kurzzeitgymnasium (3 Jahre)

Was dir der akademische Bildungsweg bietet:

  • Eine allgemeine und theoretische Ausbildung
  • Zugang zu tertiären Bildungsgängen

Und nach dem Gymnasium?

  • Universität
  • Ein Vorbereitungsjahr, das dir den Zugang zu einer Fachhochschule ermöglicht

Eine Ausbildung an einer Berufsschule oder eine Lehre im Betrieb?

Die Ausbildung an einer Berufsschule

  • Nahtloser Übergang nach der obligatorischen Schule
  • Ausbildung in einem Kreis von Gleichaltrigen
  • Kontinuierliche Betreuung

Die Lehre im Betrieb

  • Berufliche Erfahrung
  • Betreuung durch Erwachsene
  • Selbständigkeit
  • Erster Lohn

Bewerbungen schreiben

Wie sollte deine Bewerbung aufgebaut sein?

1. Adresse und Datum

2. Inhalt

3. Grussformel und Unterschrift

Zusätzliche Tipps

  • Passe deine Bewerbung an das jeweilige Unternehmen an.
  • Verfasse deine Bewerbung selbst und mit deinen eigenen Worten.
  • Lass deine Bewerbung auf Rechtschreibfehler überprüfen.

Was muss in deiner Bewerbung enthalten sein?

A. Einleitung

  • Wo hast du das Inserat gefunden und warum interessiert es dich?

B. Über dich

  • Dein Lebenslauf, deine Hobbys, deine Persönlichkeit.

C. Das Unternehmen und du

  • Dein Interesse an der Stelle und am Unternehmen sowie deine Erwartungen (Vorstellungsgespräch, Schnupperlehre usw.).

Welcher Ton ist angebracht?

Gegenüber dem Arbeitgeber

  • Höflichkeitsform (Sie)
  • Auf eine sorgfältige Sprache und korrekte Rechtschreibung achten

An wen adressieren?

  • Per Post oder E-Mail an die zuständige Person.
  • Wenn du nicht sicher bist, wer die zuständige Kontaktperson ist, dann rufe im Unternehmen an und frage nach.

Das Bewerbungsgespräch

Wie kannst du dich vorbereiten?

Das Bewerbungsgespräch

  • Informiere dich über das Unternehmen.
  • Organisiere dich: Wie kommst zu hin? Um welche Zeit wirst du erwartet und mit wem führst du das Gespräch?

Deine Kleidung

  • Schlicht, aber nicht übertrieben: Du musst dich wohlfühlen. 
  • Angepasst an das berufliche Umfeld.

Wie läuft das Gespräch ab?

Timing

  • Sei pünktlich da oder starte deinen Computer rechtzeitig, falls das Gespräch per Videokonferenz stattfindet.
  • Das Gespräch dauert in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten.

Stell dich vor

  • Wer bist du?
  • Wo lebst du? (Ort, Familie)
  • Wie sieht dein Leben aus? (Schule, Sport, Hobby)

Deine Motivation

  • Warum gerade dieser Beruf?
  • Warum dieses Unternehmen?
  • Was motiviert dich?

Zusätzliche Tipps

  • Bereite das Gespräch vor, mach dir Notizen und/oder übe es (alleine oder mit einer anderen Person).
  • Bereite mindestens 2 bis 3 Fragen zum Unternehmen vor (zum Beispiel: Wie viele Lernende gibt es dort? Wie gross ist das Team?).

Und nach dem Bewerbungsgespräch?

1 Tag später

  • Du kannst eine E-Mail schreiben, dein Interesse nochmals betonen und dich für das Gespräch bedanken.

Nach Ablauf der vereinbarten Antwortfrist

  • … oder 4 Wochen später (falls keine Frist vereinbart wurde) kannst du die Kontaktperson anrufen und nachfragen.

Zusätzliche Tipps

  • Sei geduldig! Es nützt nichts, das Unternehmen ständig anzurufen.
  • Bewirb dich weiter und führe weitere Gespräche, solange du keine positive Antwort hast.

Was die Personalverantwortlichen interessiert

Worauf achten Personalverantwortliche vor dem Gespräch?

1. Zeugnis

2. Motivationsschreiben

3. Lebenslauf

Zusätzliche Tipps

  • Man muss dem Lebenslauf nicht unbedingt ein Foto beilegen, sofern dies nicht verlangt wird.
  • Verfolge die News über das Unternehmen in den sozialen Netzwerken.

Was sind die typischen Fragen von Personalverantwortlichen?

Wo liegen Ihre Schwächen und Stärken?

  • Überlege dir vielmehr, womit du dich wohlfühlst und womit nicht.

Was wissen Sie über unser Unternehmen?

  • Informiere dich über das Unternehmen (Produkte, Arbeitsbereiche, Grösse, Werte usw.) 

Was sind Ihre Motivationen?

  • Erkläre, was dir an diesem Beruf gefällt, und beziehe dich dabei auf eine Schnupperlehre, deine Hobbys oder deine Familie, falls sie eine Verbindung zu diesem Beruf haben.

Haben Sie Fragen?

  • Unbedingt! Es ist wichtig, Fragen zu stellen, um zu zeigen, dass du dir diesen Beruf vorstellen kannst.

+ Frag einfach nach, wenn du etwas nicht verstanden hast!

Worauf achten Personalverantwortliche während des Vorstellungsgesprächs?

Auf deinen Blick

  • Schau den Personen, mit denen du sprichst und die mit dir sprechen, in die Augen.

Auf deine Sprache

  • Sprich deutlich und höflich.

Auf deine Haltung

  • Nimm eine angemessene Haltung ein.

Zusätzliche Tipps

  • Kaugummis sind ein No-Go.
  • Frag nach, wenn du einen Begriff oder eine Frage nicht verstanden hast.
  • Stelle beim ersten Gespräch keine Fragen zu den Ferien oder zum Lohn.

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